Dem Himmel ein Stück näher: Westfälische Theologen erproben den Segelflug

„Wow, was das toll!“ – so das Fazit der Pfarrerinnen und Pfarrer, die nach ein paar Runden mit dem Segelflugzeug wieder den Boden erreicht hatten. Der Arbeitskreis „Kirche und Sport“ hatte für einen sonnigen Tag im September auf den kleinen Segelflughafen nach Kamen eingeladen: eine große Wiese im Grünen. Damit waren sie einem Vorschlag des Goldmedaillen-Gewinners Volker Grabow gefolgt, der diesen Tag gemeinsam mit Peter Noss vorbereitet hatte. Grabow, seit vielen Jahren dem Rudersport verbunden, hat das Segelfliegen vor einigen Jahren für sich entdeckt. Er war eines Tages in Kamen „gelandet“ und sofort zu einem Testflug eingeladen worden. Seitdem ist er mit Begeisterung dabei. Besonders der erste Start sei etwas gewöhnungsbedürftig gewesen, erzählt Grabow: diesen Eindruck konnten an diesem Tag alle Mitflieger bestätigen! Da geht ein Kribbeln durch den ganzen Körper, wenn die ca. 300 kg schweren, eleganten Zweisitzer mit Hilfe einer Winde in die Luft befördert werden.. Innerhalb von nur wenigen Sekunden beschleunigt das Flugzeug in seinem Steilflug nach oben, das Drahtseil ist ca. 750 Meter lang. Dann wird „ausgeklinkt“ und das Seil schwebt mit Hilfe eines kleinen Fallschirms wieder zur Erde, während der Pilot in seinem Flieger nach der geeigneten „Termik“ sucht. Ist diese günstig, kann ein Segelflieger durchaus mehrere Stunden unterwegs sein. Überhaupt ist das Wetter entscheidender Faktor für diesen außergewöhnlichen Sport, der in Kamen von Menschen jeden Alters betrieben wird. „Das hat mir zuerst die Luft genommen“, „ich würde es wieder machen“, „es war ein grandioser Ausblick da oben“, „über Himmelfahrt predige ich künftig anders“ – so lauteten die Kommentare der fliegenden Pfarrerinnen und Pfarrer aus Westfalen. Sie alle vertrauten dem Wetterbericht, den Piloten und dem Fallschirm, als sie mit den schneeweißen Fliegern lautlos durch die Lüfte kreisten, dem Himmel ein kleines Stück näher. Peter Noss

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