Die Idee, Informationen …

Die Idee:

Exerzitien sind eine besondere Zeit im Jahr, zur Ruhe zu kommen und über sich und seinen Lebensweg nachzudenken. Daraus erwächst die Möglichkeit neue Kraft für den Alltag zu schöpfen und den Blick für die Tiefe und den sinn des Lebens neu zu schärfen.

Neben geistlichen Impulsen bieten die Sportexerzitien mit ihrem ganzheitlichen Ansatz einen besonderen Weg.

Bewegung, Spiel und Sport sollen dabei als Medium erlebt werden, in dem eine gute Balance von Entspannung und Anspannung, Passivität und Aktivität, Ruhe und Bewegung, Konzentration auf sich selbst und kooperatives Miteinander erfahrbar werden.

“sich bewegen” und “sich orientieren” als Grundbedürfnisse des Menschen werden in vielfältigen Formen erlebbar.

Die geistig/geistlichen Impulse umfassen:

  • Anregrungen und Gedanken zum jeweils ausgewählten Thema
  • Raum für persönliche Vertiefung und Gespräch in der Gruppe
  • Gemeinsame Zeiten des Gebetes und des Schweigens
  • Kreative Elemente

Lassen Sie sich von dem Angebot ansprechen und kommen Sie in Bewegung. Vielleicht können Sie ein neues Gespür für ihre persönliche Balance an Körper, Geist und Seele entdecken. Eine besondere sportliche Leistungsfähigkeit ist keine Voraussetzung, im Gegenteil geht es uns darum, Bewegung, Spiel und Sport als sinnvoll für das Leben zu entdecken.

Eindrücke von Teilnehmern:

1. Woche der Sportexerzitien 2013

Die Sportexerzitien sind wieder zur vollsten Zufriedenheit verlaufen. Hier finden Sie Bilder und einen ersten Bericht der 1. Sportexerzitienwoche. Die Ausschreibung für 2014 folgt in Kürze. Viel Freude mit den Impressionen.

Bericht Sportexerzitien_2013

„5 Tage durchatmen sind wie 3 Wochen Urlaub“

 Was für ein Geheimnis verbirgt sich dahinter, dass 5 Tage Durchatmen so ausreichend wie drei Wochen Urlaub sein können? 17 Frauen konnten dieses Feeling bei den diesjährigen Sportexerzitien vom 16. – 20. Juli in der DJK – Sportschule Münster erleben.

Lisa Keilmann-Stadtler und Gisela Bienk hatten in ihrem Programm alles vorgesehen, was frau braucht, um sich zu erholen und aufzuatmen, etwas für Körper und Geist zu tun und in netter Gesellschaft „das Weite zu suchen“.

Ob bei der täglichen Morgengymnastik, dem anschließenden Schwimmen im eiskalten Wasser oder bei der ein oder anderen Entspannungsübung – immer galt es auf den Atem zu achten – und so gab es viele Möglichkeiten, um zur Ruhe zu finden und ganz bei sich selbst zu sein.

Diese Haltung ermöglichte auch, dass die besinnlichen Texte von Lisa Keilmann-Stadtler und Bibelworte gut aufgenommen werden konnten, durch erklärende Worte oder Aneignung lies sich der Lebensbezug herstellen. Viele Texte klangen lange nach in den Zeiten des Schweigens und der Bewegung. Zwischendurch war Power angesagt – ob beim Power-Walking, beim Latin Fever oder Crossboule. Auch die etwas andere Massage aus der Tüte sorgte für Wellness und Heiterkeit.

Die anberaumte Wanderung in den Baumbergen fiel der schlechten Wettervorhersage zum Opfer. Doch auch der Weg zu „Theo“- einem Kleinod mit idyllischen Häusern, Bauernhof und Seeanlage – war geeignet, über die eigenen Umwege, Kreuzungen und Wegstrecken des Lebens nach zu denken, Freiheit und Zuversicht als Kind Gottes zu erfahren, der den Lebensatem einhaucht. Dazu blies der Wind an diesem Tag kräftig  – und sorgte dafür, dass die Gruppe fast regenfrei wandern konnte.

Den Abschlussgottesdienst am letzten Tag feierten die Teilnehmer, angereichert mit eigenen Ideen und Worte, im tiefen Vertrauen auf Gottes sichere Hand und längerem Atem. Auch die Raumgestaltung hatte viel Symbolkraft und lies verborgene Schätze ans Tageslicht kommen.

Dankbar und gestärkt verabschiedeten sich die Frauen und  fuhren mit neuer Kraft und Energie zurück in ihre Familien und ihre Herkunftsorte.

Barbara Voll

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Bericht von der zweiten Woche

Sportexerzitien für Frauen 29. Juli- 2.August 2013

„Achtsam leben“

Unter diesem Motto trafen am 29. Juli in der Sportschule in Münster. Frauen aus den verschiedensten Teilen Deutschlands ein. Leitung  Gisela Bienk

„Achtsam leben“ war der Leitfaden durch die gemeinsame Zeit und wurde in den geistlichen  Impulsen und  weltlichenTexten und dazugehörigen Bewegungseinheiten thematisiert. So begann jeder Tag um 6:40h mit einer Meditation, anschließend,  Treffen auf der Wiese  für das „Achtsam in den Tag“. Daran anschließend gingen die Mutigen in das nahegelegene Freibad zum Schwimmen und um 8:15h folgte das gemeinsame Frühstück. Dienstag und Mittwoch standen unter Schweigen zwischen Aufstehen und dem Abschluss der Abendrunde, was aber für die Teilnehmerinnen kein allzu großes Problem darstellte. Nach ausgiebigem Frühstück, das wie alle weiteren Mahlzeiten in der Sportschule wieder einmal hervorragend war, traf man sich im Meditationsraum, um Themen wie „Achtsamkeit“, „Achtsam gehen“, „Gib Acht“, „Lebensachtsamkeit“, „Achte auf die Spannung“ und „Zeit für Achtsamkeit“ als Impulse für den Alltag mitzunehmen. Anschließend folgten die Bewegungseinheiten, die kleine Spiele zum Kennen lernen, Laufen, Walken oder Joggen, Aerobic und Bewegung auf der Wiese beinhalteten. Mit Begeisterung waren die Frauen bei den Übungen dabei, jede Einzelne wurde nach ihrer Stärke und Begabung gefordert und gefördert.

 

Zwei Highlights erfreuten die Teilnehmerinnen in der Woche besonders. Am Mittwochmorgen fuhr die Gruppe in die Innenstadt Münsters, um dort weitestgehend schweigend die Düfte, Schönheiten und kulinarischen Leckereien des Marktes zu genießen. Der St.-Paulus-Dom wurde besichtigt mit seiner außergewöhnlichen astronomischen Uhr, abschließend noch ein Besuch in der Überwasserkirche und es folgte der Fußmarsch zurück zur Sportschule.

Am Donnerstag durften die Sportlerinnen unter der Anleitung von Gudrun Schmitz beim meditativen Bogenschießen ihre Fähigkeiten in dieser Sportart testen. Die Begeisterung war riesig, obwohl die Sonne es nun sehr gut meinte. Viele Erfolgserlebnisse wurden gefeiert und auch Teilnehmerinnen, die bislang diese Sportart nicht kannten , erzielten mit Pfeil und Bogen große Ergebnisse. Glücklich gingen alle aus dieser Veranstaltung, hier dazu nochmals in großes Kompliment an Gudrun Schmitz, die die Anleitung super gestaltet hat.

 

Die Abende beinhalteten jeweils nach dem Abendessen einen kleinen Abschluss in Form von Wortgottesdienst, progressiver Muskelentspannung nach Jacobsen und kreativer Entspannung mit Ton. Danach saßen die meisten der Gruppe gemütlich auf der schönen Terrasse der Sportschule und genossen bei Wasser, Bier oder Wein die warmen Abende und schönen Gespräche. Es hätte harmonischer nicht sein können und die Reflexionen des Tages kamen natürlich auch nicht zu kurz.

Am Freitagmorgen wurde von den Teilnehmerinnen in Einzelgruppen ein Wortgottesdienst vorbereitet und mit schönem Gesang gefeiert. Mal wieder waren alle, vor allem die Neulinge, über das gute „Ergebnis“ der Gemeinschaftsarbeit erfreut. Ein letztes leckeres Mittagessen wurde gemeinsam eingenommen und schon war das Abschiednehmen da. Alle fuhren beseelt und zufrieden nach Hause mit dem guten Vorsatz, achtsam mit sich selbst und den Mitmenschen umzugehen. Ein großes Dankeschön dafür an Gisela Bienk, Natürlich freuen sich alle auf ein Wiedersehen in 2014

„Sich täglich ein paar Minuten Zeit nehmen
ist in der Summe erholsamer
als ein paar Tage Urlaub“

 

Elisabeth Walbrecht

 

Text einer Teilnehmerin der zweiten Woche (Katja Birkner)

Komm in Bewegung
mit deinem Leben
mit deinem Glauben
mit deinem Körper
und erlebe
eine Auszeit
für die Seele
Lass dich begeistern
von der Natur
von den Worten der Bibel
von der Sonne
von Gisela und Lisa
und erlebe
Gottes Geist
für das Leben
mit ihm
Gott bewahre
Das Spiel gewonnen
die Lust verloren
Gott bewahre
Das Ziel erreicht
die Phantasie verloren
Gott bewahre
Die Welt gewonnen
sich selber verloren
Gott bewahre
Die Liebe besitzen
den Menschen vergessen
Gott bewahre
Den Mund gehalten
Dem Zufall vertraut
Glück gehabt
Gott behüte uns

Beide Texte sind von Katja Birkner.

Bericht Sportexerzitien Frauen 2012